A-Sophia bizarr

Die Seite für Genießer wegweisender Einsichten, Mutmaßungen, Behauptungen, Feststellungen, Anekdoten, etc. aus der esoterisch-kuschelig eingerichteteten Laber-Lounge standhafter Steiner-Epigonen. Man muss sich schon in Steiner geradezu verbissen haben, nein: man muss Steiner bei lebendigem Leib mit Haut und Haaren verdaut haben, um auf Sätze wie die hier Wiedergegebenen zu verfallen. Sätze, auf die sich ihre Verfasser garantiert nicht wenig einbilden. Weil sie der Meinung sein wollen und müssen, sie spiegeln die Wahrheit und die absolute Notwendigkeit der Existenz vermeintlich erweiterter geistiger Wahrnehmung wider. Wahr an diesen Sätzen ist die erschreckend deutliche Abwesenheit authentischer Menschlichkeit sowie banal scheinender Facetten einer demokratisch ausgewiesenen Freiheit, wie ich sie grundsätzlich nicht mehr missen möchte. Und genau dieser hartnäckigen Abwesenheit bedient sich eine Welt- und Menschenanschauung, wie es sich nach meinem Dafürhalten (sämtliche bisherige Erfahrungen und Recherchen mit eingeschlossen) radikal entfernt hat von einem naturwissenschaftlich-empirisch verifiziertem Menschenbild, daß eher dem entspricht, was wohl oder übel zur Kenntnis genommen werden muss. Doch ist die Anthroposophie angetreten, den Materialismus auch in dieser allzu menschlichen Hinsicht zu überwinden – und hat damit gleichzeitig Freiheit und Menschlichkeit zur Erstarrung verdammt, weil sie entlang ihrer eigenen Begriffe nur stocken können angesichts eines undurchsichtigen, verschlungenen Wustes an metaphysischen Handlings und „geistigen Gesetzen“, die einzuhalten sich von selbst versteht, wer sich erst einmal selbst (im Ganzen/ganzheitlich) verstanden hat. Was unter solchen Prämissen an geistigen Auswürfen die anthroposophische Runde macht, davon kann man sich von hier an selbst überzeugen…

„Viel zu unbekannt und zu wenig erspürt ist das, was mit dem beliebten Summen einer Melodie im Unterricht zusammenhängt. Beim Summen erzeugt der Mensch einen Ton, den er gewissermaßen in seinem Inneren einsperrt. Dieser Klang darf nicht frei in die Welt hinein strömen. Jeder Ton, den der Mensch in seinem Inneren erzeugt, soll aber ein Geschenk für die Welt sein und frei klingend in sie hineinströmen.
Statt dessen sagte Steiner einmal, möge man lieber zumindest einen Vokal singen oder eine Silbe „la-la-la…“
Auch wies Steiner darauf hin, daß man als Mensch mit den menschlichen Stimmorganen nur sprechende oder singende Töne von sich geben soll. Alles eher Mechanische wie schnalzen,  pfeifen oder auch summen sei zu vermeiden.
Man spürt an diesen Angaben, wie hoch die Bedeutung des Menschenwesens ist und welch hohe Mittel und Gesinnungen es braucht, damit der junge Mensch kompromisslos zu seinem wahren Menschentum hingeführt wird.“

Dieter Centmayer, Waldorflehrer und -dozent (www.joveniden.blogspot.com)

„Am 1.6.2010 feiert meine Ordensschwester Marylin Monroe ihren 84. Geburtstag. Ermordet wurde sie am 5.8.62, da war ich beinahe 21. Ihr 84. Lebensjahr ist also zugleich ihr 48. Todesjahr. Als Tote lebt sie in der Sonne ATON und strahlt uns an: in Gestalt des Lichtes.“

Wilfried Jaensch, Dozent am Seminar für Waldorfpädagogik Berlin (www.enzyklika.blogspot.com)

„Bei den langjährigsten Eltern erlebe ich noch Opposition gegen viele Dinge, die ich mache. Und dennoch, sie lassen meistens ihre Kinder bei uns. Warum? Weil sie auf einer anderen Ebene etwas von dem wahren Geist spüren, der im Unterricht lebt. Auch wenn ihnen persönlich dieser Geist fremd ist. Unbewusst spüren sie, daß es ein guter Geist ist. Wenn sie sich dieses Geistes voll bewusst werden, könnte es sein, daß sie sofort gehen. Ein Beispiel: Vor Jahren nahm eine Familie ihre Kinder von der Schule, weil der Vater plötzlich merkte, daß hinter dem Geist der Schule in Wahrheit der Christus steht.“

Dieter Centmayer (s.o.)

In diesem Beitrag kommen ausnahmsweise die zu Wort, die es nicht selbst drängt, anthroposophisch zu verkünden, sondern eher mit offenem Mund vor etwas stehen, wozu sich tanzbegeisterte Steiner-Jünger „rein pflanzlich“ durchgerungen haben:

www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-miersch/article9502472/Rumba-mit-Radieschen-erhoeht-den-Ernteerfolg .html

„Rudolf Steiner hatte leider einen ähnlichen Tod wie Friedrich Schiller (siehe Juli-Thema). Scheinbar sterben Jünger der Wahrheit manchmal so traurig. Aber sicher nicht, weil sie es so wollen.“

Gepostet von Barbarapapa bei missionmenschplus.blogspot.com

„Interessant ist auch die Überlegung, die Kornkreise könnten durch Elementargeister erzeugt sein – von solchen Phänomenen gibt es Überlieferungen aus alten Zeiten. Die Elementargeister sind heute allerdings mit dem Verfall der Landschaftspflege und Agrotechnik in einer bejammernwerten Lage und wohl eher geneigt nachts Tänze aufzuführen.“

missionmenschplus.blogspot.com, eingestellt von Plus am 24.01.2011

(Eine angemessene Reaktion hierauf ließ nicht lange auf sich warten)
„Soweit die Kornkreise nicht von menschenhand gelegt wurden – was zweifellos bei vielen der Fall ist – glaube ich, daß Elementarwesen die ausführenden Organe sind. Aber nicht die Ursache, da sie ja von der dritten Hierarchie (Archai, Archangeloi, Angeloi) gesteuert werden.“

Raphael (Nickname), gepostet am 26.01.2011

3 Gedanken zu “A-Sophia bizarr

  1. Wilfried Jaensch war sicher ein Spinner – „Vollklatsche“ – aber eben nicht harmlos:

    Wilfried Jaensch war im “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” für die Vermittlung von Rudolf Steiners “Allgemeine Menschenkunde” zuständig, also für das Allerheiligste der Anthroposophie, für die “Grundlagen”.

    Wilfried Jaensch hatte in gewisser Weise Narrenfreiheit, trat auf wie ein Künstler à la Beuys. Also durfte er auch mal Klartext reden. Bei der Raucherpause sagte er einmal:

    “Wenn die Anthroposophen in der Mehrheit wären, hätten wir längst den Faschismus.”

  2. “Physiognomik” als waldorfpädagogische Methode … irgendwie steh ich davor, und weiss nicht, ob ich das nicht doch mal “faschistisch” nennen sollte:

    Die zukünftigen Waldorflehrer “lernten” am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” auch Physiognomik: An der Schädelform, etc., lässt sich laut Anthroposophie der Charakter des Kindes bestimmen.

    Ich habe seinerzeit mal ganz vorsichtig gefragt:

    “Sollte man nach DER Geschichte – dem Nationalsozialismus – nicht vorsichtig mit der Schädelkunde umgehen?”

    Der Dozent Wilfried Jaensch gab zu verstehen, dass es nur auf die “richtige” – also: anthroposophische – Haltung ankomme.

    links:

    zur Pseudowissenschaft Physiognomik: http://de.wikipedia.org/wiki/Physiognomik

    zum Anthroposophen Wilfried Jaensch, “Anthroposophische Vergangenheitsbewältigung”: http://reflexion.blogsport.de/2010/09/04/anthroposophische-vergangenheitsbewaeltigung/

  3. 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. Unser Gastautor Andreas Lichte erstellte für die BPjM ein Gutachten zur Praxisrelevanz von Steiners Rassismus, in dem er auch die Vermittlung von Rudolf Steiner im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ darstellte. Hier ein Auszug, Zitat:

    Tauchten während der Ausbildung zum Waldorflehrer [im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“] auch rassistische Inhalte auf? Ja. Ich möchte drei Ebenen unterscheiden:

    1. Betonung der Überlegenheit der Europäer (= Weißen) unter Ausklammerung der Unterlegenen, der Nicht-Europäer

    2. Beschreibung des Verhältnisses von Europäern zu Nicht-Europäern unter Verwendung rassistischer Stereotypen

    3. Beschreibung der Nicht-Europäer (…)

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

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